
Kunst-Litfaßsäulen als Open-Air-Galerie
Seit 2014 verfolgt das Salzburger Kunst-Litfaßsäulen-Projekt das Ziel, zeitgenössische Kunst unmittelbar zu den Menschen zu bringen. Jahr für Jahr entstehen in Zusammenarbeit zwischen der Kulturabteilung des Landes Salzburg, dem Kunstbeirat und der Progress Werbung außergewöhnliche Arbeiten, die den öffentlichen Raum zur Open-Air-Galerie werden lassen. Das Motto „against the bubbles“ greift ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf. Die Künstler:innen setzen sich auf individuelle Weise mit Filterblasen, Wahrnehmung, Kommunikation und unterschiedlichen Lebensrealitäten auseinander. Jedes Werk eröffnet einen eigenen Zugang zum Thema und lädt dazu ein, Gewohntes zu hinterfragen, neue Gedanken zuzulassen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Aus zahlreichen Wettbewerbseinreichungen wählte die Jury elf künstlerische Konzepte aus, die mit jeweils 1.500 Euro prämiert wurden.
„Die Kunst-Litfaßsäulen stehen heuer unter dem Motto ‚against the bubbles‘ und laden dazu ein, Filterblasen zu hinterfragen und neue Perspektiven zuzulassen. Die Arbeiten regen sichtbar zum Dialog an und bereichern damit unser Stadtbild. Mein Dank gilt allen Künstler:innen für ihre kreative Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema und allen Partner:innen für die Unterstützung bei der Umsetzung", so Bürgermeister Bernhard Auinger.
Erfolgsprojekt seit zwölf Jahren
Die Ausstellung zeigt bewusst die Bandbreite der Out-of-Home-Medien. Die klassischen Litfaßsäulen nutzen ihre charakteristische Rundform für Werke, die sich beim Umrunden Schritt für Schritt erschließen und immer neue Blickwinkel eröffnen. Die City-Light-Säule setzt Kunst mit ihrer hinterleuchteten Präsentation wirkungsvoll in Szene und macht sie auch in den Abendstunden sichtbar. Digitale City Lights erweitern mit bewegten Bildern und Animationen die gestalterischen Möglichkeiten. So entstehen unterschiedliche Formen künstlerischen Ausdrucks, die analoge und digitale Medien verbinden und den Stadt- und Landraum Salzburgs auf besondere Weise bespielen.
„Die größte Stärke von Out of Home Media ist, dass es keine Blase kennt. Keine Filter. Keine Echokammer. Genau deshalb zählt Außenwerbung heute zu den erfolgreichsten und wirkungsvollsten Medien: Botschaften erreichen die Menschen dort, wo das Leben stattfindet, unmittelbar, ungefiltert und für alle sichtbar. Deshalb ist das Kunst-Projekt „against the bubbles“ wie geschaffen für unsere Out of Home-Flächen. Wir gratulieren allen Künstler:innen herzlich und bedanken uns bei unseren Partner:innen, die die ‚Salzburger Kunst-Litfaßsäulen‘ seit zwölf Jahren möglich machen“, sagt Dominik Sobota, Geschäftsführer der Progress Werbung.
Mitten im Alltag
Ob am Franz-Josef-Kai, im Stadtzentrum oder in Stadt- und Landteilen: Die Werke begegnen den Menschen dort, wo sie ihren Alltag verbringen, überraschen im Vorübergehen und zeigen, wie Kunst außerhalb klassischer Ausstellungsräume wirken kann. Eine moderierte Rad-Kultur-Tour zu ausgewählten Kunststandorten eröffnete das Projekt am 30. Juli 2026. Vor Ort bei den Out of Home-Medien erläuterten die Künstler:innen ihre Arbeiten und gaben Einblicke in ihre Ideen und Konzepte.
Zur Fotogalerie geht es hier: https://www.salzburg-cityguide.at/fotoarchiv/salzburger-kunst-litfasssaeulen-projekt-2026-progress-werbung/

Makartkai / Landesberufsschule 2, Grödig, Neue Heimat Straße15
– Renée Kraemer, Hände

Franz-Josef-Kai / ZVB-S-Bahn
– Daniel Car, Federball

Franz-Josef-Kai / Müllnersteg Café am Kai
– David Fissthaler, Against The Bubble (wrap)

Franz-Josef-Kai/Calisthenics-Anlage Mülln, „will work for food“
Beate Ronacher, „will work for food

Franz-Josef-Kai / Ursulinenkirche, Spielplatz
– Roberto Carlos Gonzales-Bautista, Kaugummiautomatenvitrine

Franz-Josef-Kai/Calisthenics-Anlage Mülln / Rotkreuzparkplatz
– Bernhard Gwiggner, Blasenkongress

Marco Döttlinger – I see distance in your eyes

Marion Fischer – Blinde Spiegel

Lena Fürjesi, Singend suche ich nach der pasenden Lade

Anna-Maria Stadler, Eine kurze Unterbrechung


